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Einblicke

Fünf Karrierewege für Orga-Talente

Nehmt die Fäden in die Hand

100 To-dos im Visier. Zeiten, Fristen, Pläne jederzeit abrufbereit. Zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk! Und nicht eine Schweißperle auf der Stirn. Bei manchen Menschen ist es egal, was sie in die Hände nehmen: Es läuft einfach! Ein Talent, auf dem sich eine ganze Karriere aufbauen lässt. Ein paar Inspirationen …

Werd Logistik-Ass!

Ein Fast-Food-Konzern möchte seine Produktpalette erweitern: Ein neues Eis mit Lakritz-Schoko-Topping soll noch mehr Eisjunkies in die Filialen locken. So weit, so gut! Bleibt nur die Frage: Wie gelangen bis zum Stichtag Schoko-Lakritz-Eismassen in alle Filialen – deutschlandweit?! Um die Beantwortung genau dieser Frage kümmert sich der Logistiker: Er kauft u. a. die neuen Zutaten bei Lieferanten ein, bestellt die passenden Servietten, Löffel und sonstige Produktverpackungen, organisiert die Zusteller, sorgt in den Filialen für ausreichend Kühlflächen für das neue Produkt und schafft somit die Rahmenbedingungen dafür, dass am Ende des Tages alle das neue Eis vernaschen können. Kurzum: Der Logistiker steuert den kompletten Warenfluss so, dass der Kunde – und natürlich auch sein Chef – am Ende glücklich sind. Worauf es dabei ankommt, hat der Logistiker in einem (dualen) BWL-Studium gelernt.

Werd Projektmanager!

Am Anfang war der Kundenauftrag: „Liebe Agentur, entwickle uns bitte ein Mitarbeitermagazin.“ Der Projektmanager weiß direkt, was zu tun ist: Ein Team – bestehend aus Grafikern, Redakteuren, Anzeigenverkäufern und Lektoren – muss her! Ein Zeitplan muss her! Ein Finanzplan samt aller zu erwartenden Kosten muss her! Eine Druckerei muss her! Ein paar interne Anrufe später hat der „PM“ die Infos, die er braucht: „Okay, lieber Kunde, wann sehen wir uns zum Kick-off?“ Nur ein Beispiel, das zeigt: Ein Projektmanager, egal ob in der Medienagentur oder in der Industrie, hält alle Fäden zusammen, wenn es um die Umsetzung von Aufträgen geht – interner wie externer. Er steckt in allen Prozessen tief mit drin, sorgt für einen reibungslosen Ablauf und Informationsfluss zwischen den Parteien. Außerdem behält er immer ein offenes Ohr für den Kunden und klopft regelmäßig ab: Ist er zufrieden? Gibt es Probleme, schafft der „PM“ die Lösung. Ein Job, der nach eurem Geschmack klingt? Der
Weg ins Projektmanagement führt meist über ein BWL-Studium.

Werd Einsatzleiter bei der Polizei!

Ein Mord, eine akute Bedrohung, eine „brisante“ Großveranstaltung wie etwa ein Bundes­liga-Derby. – Kommt es zu einer „beson­deren Lage“, übernehmen Einsatzleiter bei der Polizei (etwa die in der Hundertschaft oder die in der Mordkommission) neben ihrer regulären Tätigkeit die verantwortungsvolle Aufgabe, ihre Einsatzteams aufzustellen. Das erfordert Fingerspitzengefühl, die richtigen Leute für die richtigen Jobs zu finden, die richtige Einsatztrupp-Größe zu kalkulieren, aber auch die bestehenden Gefahren und Herausforderungen bestmöglich zu erkennen. Kurzum: Wer diesen Job machen will, muss selbst schon im Dienst unterwegs gewesen sein – und zusätzlich eine entsprechende Weiterbildung absolviert haben. Darum ist Einsatzleiter auch kein Beruf, den man direkt erlernen kann, sondern über den man sich im Laufe seiner Dienstjahre bei der Polizei qualifiziert. Je nach Bundesland ist der Weg in den Polizeidienst sehr unterschiedlich geregelt. Was alle gemeinsam haben: ein strenges Auswahlverfahren. Danach schließt sich – etwa in NRW – ein Bachelor-Studium an, ehe die ersten Dienstjahre (z. B. im Objektschutz oder
in der Hundertschaft) folgen.

Werd Fluglotse!

Startende Flugzeuge, landende Flugzeuge, Wetterbedingungen & Co. – Fluglotsen, deren Hauptarbeitsplatz der Tower ist, haben den gesamten Luftraum im Blick. Im engen Austausch mit den Piloten und mittels hochspezi­alisierter Radar- und Computersysteme schaffen sie Sicherheit im Flugverkehr: machen den Piloten Höhen- und Kursvorgaben, kontrollie­ren die Strecken und Luft­räume, erteilen Roll- und Startfreigaben. Ein Job, der ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent und Koordinationsvermögen voraussetzt. Interesse? Der erste Schritt zum Dienst im Tower ist eine Bewerbung bei der Deutschen Flugsicherung GmbH: dfs.de

Werd Eventplaner!

Jahreshauptveranstaltungen, Firmenfeiern, Presse­konferenzen, Hochzeiten – als Eventplaner übernehmt ihr die gesamte Planung sowie die Betreuung eines wichtigen Events. Damit seid ihr an der Umsetzung eines der schönsten, wichtigsten oder besondersten Tage eurer Kunden aktiv beteiligt: Von der Buchung des Saals über die Auswahl der Deko, das Catering und den Einsatz der Servicekräfte bis hin zum Versand der Einladungen und dem Buchen der Band übernehmt ihr alles, was zum reibungslosen Ablauf einer Veranstaltung beiträgt. Ein Auftrag, der neben besonderem Organisationsgeschick auch Einfühlsamkeit erfordert: Ihr müsst euren Kunden und seine Bedürfnisse verstehen und ihm genau die Lösungen präsentieren, die ihn glücklich machen. Die perfekte Vorbereitung dafür bietet beispielsweise eine Ausbildung im Bereich Eventmanagement – z. B. in einem Hotel, das auf Großevents spezialisiert ist – oder aber ein Eventmanagement-Studium, das von einigen Hochschulen angeboten wird.

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